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Grayscale: Digital Large Cap Fonds erhält offiziellen SEC-Status

Der Digital Large Cap Fund von Grayscale Investments hat den offiziellen Status einer „SEC-reporting company“ erhalten. Das heißt, dass bestimmte Kriterien erfüllt wurden und Dokumente wie Quartals- und Jahresberichte regelmäßig veröffentlichen müssen. Der Digital Large Cap Fund hält Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC), Bitcoin Cash (BCH), Chainlink (LINK), und Cardano (ADA).

Somit können Anleger über den Fonds in Kryptowährungen investieren, gehen dabei den eher traditionellen Weg und kaufen Anteile des Fonds, anstatt die Coins direkt zu kaufen. Ebenfalls kann der Fonds Risiken streuen, da gleichzeitig in 6 große Kryptowährungen investiert wird. Der Fokus liegt jedoch stark auf Bitcoin und Ethereum. Grayscale reichte im Mai einen Antrag ein, um den Large Cap Fund zu einem SEC-reporting Unternehmen zu machen.

Grayscale baut Status als größter digitaler Vermögensverwalter weiter aus

Diese Bezeichnung bedeutet, dass das Unternehmen sowie Fonds mehr Regulationen erfüllen muss. Dadurch hat Grayscale jedoch einige Vorteile: Einer davon ist, dass es wohlhabenden Investoren nun möglich ist, ihre Anteile an dem Fonds nach einem Zeitraum von sechs statt zwölf Monaten auf dem Einzelhandelsmarkt zu liquidieren.

Laut Craig Salm aus der Rechtsabteilung von Grayscale bietet der SEC-Reporting-Status einigen konservativen Anlegern und Firmen notwendige Sicherheit. Solche Anleger würden sonst vielleicht Krypto links liegen lassen und sich mit Investments zurückhalten.

Der neue rechtliche Status bedeutet, dass der Fonds jetzt die Standard-Quartals- und Jahresberichte einreichen muss, die als 10-Qs und 10-Ks bekannt sind. Diese müssen von allen öffentlichen Unternehmen in den USA verwendet werden. Der Vermögensverwalter hatte die gleichen Vorkehrungen für seinen Bitcoin- und Ethereum-Fonds bereits im vergangenen Jahr getroffen.

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Grayscale fördert Adoption im großen Stil – verwaltet dabei aber leider Coins zentral

Grayscale ist eine Tochtergesellschaft von Barry Silbert’s Digital Currency Group und damit ein wichtiger Akteur auf dem Kryptomarkt. Es verwaltet etliche Milliarden Vermögen. Das Unternehmen hat eine Nische gefunden, indem es Bitcoin und andere Währungen als Anteile an einem Trust anbietet, der die Münzen hält. So können die Kryptowährungen über diesen indirekten Weg an der Börse gehandelt werden.

Die verschiedenen Grayscale-Trusts sind in den letzten Jahren besonders beliebt bei institutionellen Anlegern geworden. Einige von diesen Unternehmen dürfen wegen Regulationen in ihren Heimatländern oder ihres rechtlichen Status keine Kryptowährungen direkt kaufen dürfen. Jedoch wird Grayscale auch bei Kleinanlegern geschätzt, die Kryptowährungen benutzten, um ihr Aktienportfolio zu erweitern.

Grayscale bietet traditionellen Anlegern Möglichkeit für BTC und Co.

Seit Grayscale seinen Bitcoin Investment Trust (GBTC) im Jahr 2013 auf den Markt gebracht hat, florierte das Unternehmen dank der jährlichen Verwaltungsgebühren von 2 %, die es verlangt. Für Grayscale ist der neue „SEC-reporting“ Status allerdings nur ein Zwischenziel. Langfristig möchte der Vermögensverwalter einen Bitcoin-ETF und Ethereum-ETF einrichten. Für dieses Ziel soll der Trust dann in einen ETF umgewandelt werden, sobald die SEC dafür die Genehmigung gibt.

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Craig Salm von Grayscale sagt jedoch, dass der ETF-Zulassungsprozess bis 2022 dauern könnte. Wenn Grayscale dieses Ziel erreicht, würden sie damit ihren Status als größter, zentraler Anbieter und Verwalter von digitale Assets weiter ausbauen.

Was heißt das für die langfristige Zukunft von Kryptowährungen?

Jedoch widerspricht diese zentrale Sammlung von Vermögen für digitale Werte wie Bitcoin und Co. eigentlich der Idee eines auf Dezentralität basierenden Finanzsystems. Jedoch lässt sich sagen, dass Grayscale mit den Trusts und den geplanten ETFs die Adoption von BTC und Co. wesentlich fördert. Gerade über diesen Weg nutzen vor allem Institutionen und Firmen den an sich noch jungen (innerhalb der Finanzgeschichte) Markt für sich weiten ihn damit aus.

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