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Elon Musk mit fehlendem Verständnis für Bitcoin und Ethereum

Elon Musk steht weiterhin hinter Dogecoin und argumentiert auf Twitter, wie sich DOGE zu Bitcoin und Ethereum unterscheiden soll. Der Tesla CEO beweist mit seinen kürzlichen Äußerungen auf Twitter nicht nur seine weiterhin vorhandene Unterstützung für DOGE, sondern, dass er hinter die Grundprinzipien von dezentralen Kryptowährungen noch nicht gekommen ist.

Musk hat in den letzten Monaten für viel Aufmerksamkeit für Kryptowährungen gesorgt. Allen voran: Dogecoin. Doch die teils kontroversen Äußerungen und die Unterstützung für eine Spaß-Kryptowährung, mit einem Hund als Maskottchen, hat zu einem Reputationsschaden geführt.

Mittlerweile zeigen auch die Tweets von Elon zu Dogecoin, Bitcoin oder Ethereum keine große Wirkung mehr. Noch vor wenigen Wochen konnte Musk noch die Kurse mit nur einer Äußerung nach unten oder nach oben bewegen. Die Influencer-Kräfte schwinden und die letzten Äußerungen von ihm machen diesen Umstand nicht besser.

Bitcoin, Ethereum und Dogecoin

Zuletzt antwortete Elon Musk auf einen Tweet des Crypto- und Dogecoin-Influencer Matt Wallace. Der YouTuber hat seine Community daran erinnert, dass für Dogecoin ein wichtiges Update bevorsteht und DOGE dadurch zu einer der meistgenutzten Währungen der Welt machen könnte.

Der Tesla CEO antwortete mit den folgenden Worten:

BTC und ETH verfolgen ein mehrschichtiges Transaktionssystem, aber die Transaktionsrate der Basisschicht ist langsam und die Transaktionskosten sind hoch.

Es ist meiner Meinung nach ein Verdienst von Doge, die Basisschicht-Transaktionsrate zu maximieren & die Transaktionskosten zu minimieren, wobei die Börsen als de facto zweite Schicht fungieren.

Für Musk zählt vor allem die Skalierbarkeit auf dem Base-Layer eine wichtige Rolle. Die Transaktionskosten und -geschwindigkeit ist bei Bitcoin und Ethereum zu langsam. Dogecoin soll genau dieses Problem lösen. Dennoch sagt er, dass Dogecoin nicht zwingend eine Skalierbarkeit des VISA-Netzwerks auf dem Base-Layer erreichen muss, da verschiedene Börsen als L2 (Second Layer) fungieren.

Hier widerspricht Musk sich selbst, denn auch bei Bitcoin, Ethereum und allen anderen großen Kryptowährungen werden viele Transaktionen auf zentralisierten Börsen durchgeführt. Die Frage nach der Dezentralität und Zensurresistenz stellt sich der Milliardär an dieser Stelle aber nicht.

Das fehlende Verständnis von Elon Musk

Die Ansicht von Elon Musk in Bezug auf Kryptowährungen und deren Skalierbarkeit ist für viele Befürworter von dezentralen Währungen problematisch. Der Milliardär tritt in die Fußstapfen von PayPal und kreiert aktuell mit Dogecoin eine zentrale Kryptowährung, die nicht mehr die nötige Sicherheit oder Dezentralität mit sich bringt aber dafür skalieren kann.

Hier kann man argumentieren, dass Dogecoin einen ganz anderen Use Case verfolgt als Bitcoin und Ethereum. Es besteht bei den Investoren gar nicht der Anspruch an Dezentralität. Sie halten die Kryptowährung meistens ohnehin nur auf zentralisierten Börsen oder Brokern. Welchen Vorteil das außerhalb von Spekulationen mit sich bringen soll, bleibt bis heute unklar.

Viel gefährlicher ist aber die nachfolgende Äußerung von Elon Musk. Er spricht davon, dass bei Bitcoin die Blockgröße und -intervall mit der verfügbaren Internet-Bandbreite erhöht werden sollte.

Genau an dieser Stelle zeigt sich das fehlende Verständnis von Elon Musk. Der gute Mann ist sicherlich einer der erfolgreichsten Menschen auf diesem Planeten. Das heißt aber nicht automatisch, dass er die Wichtigkeit von Dezentralität bei Kryptowährungen verstanden hat oder es richtig einordnen kann. Er kommt aus einem zentralisierten Umfeld und sieht anscheinend nicht die Notwendigkeit für einen hohen Dezentralisierungsgrad.

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Dezentralität steht bei Bitcoin an oberster Stelle

Denn wenn bei Bitcoin die Blockgröße und -intervall erhöht werden sollten, werden automatisch viele Nutzer mit ihren Nodes aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Sie haben schlichtweg nicht die finanziellen Mittel, um ihre Hardware aufzustocken. Das senkt die Dezentralität und zwingt viele Nutzer sich auf die Nodes von anderen Nutzern oder gar Dienstleistern zu verlassen.

Das spricht genau gegen die Idee von Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen. Denn Skalierbarkeit kennen wir bereits von VISA, PayPal und Co. Eine schnelle Kryptowährung ist keine Revolution. Eine dezentrale und Zensur-resistente Kryptowährung hingegen schon.

Daher muss alles daran gesetzt werden, um den Grad der Dezentralität so hoch wie möglich zu halten. Vor allem, wenn die Bitcoin Blöcke aktuell ziemlich leer sind und es keinen Bedarf für eine höhere Skalierbarkeit gibt. Zudem führt eine höhere Skalierbarkeit automatisch zu einer geringeren Dezentralität und Sicherheit, und zwar bei jeder Kryptowährung.

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