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Bitcoin Mining Hashrate erreicht neues Tief – Aber was bedeutet das?

Vor kurzem hat China ein Mining-Verbot ausgesprochen, dass den Bitcoin-Minern des Landes den Stecker ziehen soll. Was zum Schutz der Umwelt passieren sollte, schlägt mittlerweile ganz andere Wellen. Die Mining-Hashrate von Bitcoin hat ein neues 1-Jahres-Tief erreicht.

Die Bitcoin-Hashrate erlebte in den vergangenen Tagen einen Rückgang von fast 35 %. Hierbei handelt es sich um einen der größten Hashrate-Einbrüche, die das Netzwerk in den letzten Jahren gesehen hat. Der Absturz wirkt sich vor allem auf den Betrieb von Transaktionsbestätigungszeiten aus. Was genau das bedeutet, wollen wir uns in diesem Artikel ein mal anschauen.

Was ist die Bitcoin Hashrate überhaupt?

Nur noch ein mal der Vollständigkeit halber: die Hashrate ist ein Maß für die Rechenleistung pro Sekunde, die beim Mining verwendet wird. Ganz einfach gesagt, kann man sie als Geschwindigkeit des Minings bezeichnen. Die Hashrate wird in Hash/Sekunde angegeben. Das gibt also wieder, wie viele Berechnungen pro Sekunde durchgeführt werden.

Computer bzw. Maschinen mit einer hohen Hash-Power können sehr viele Daten in einer einzigen Sekunde verarbeiten. Das macht sie sehr effizient für das Mining. Im Fall von Bitcoin gibt die Hashrate an, wie oft pro Sekunde Hashwerte für Proof-of-Work berechnet werden.

Was in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die sogenannte Mining Difficulty. Diese gibt an, wie schwierig und zeitaufwändig es ist, den richtigen Hash für jeden Block zu finden. Die Mining Difficulty sinkt oder steigt mit der Zeit. Das ist abhängig von der Anzahl der Miner im Netzwerk. Je besser das Equipment, desto höher die Hash-Power.

Deswegen haben sich viele Miner mittlerweile in Mining Pools zusammengeschlossen und betreiben BTC-Mining nicht mehr am heimischen Computer.

Was bedeutet Chinas Mining-Verbot für die Hashrate von Bitcoin?

Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr 75 % der weltweiten Mining-Aktivitäten in China stattfinden. Mit dem Verbot von Bitcoin-Mining hat das asiatische Land die vielen Miner zum Abschalten gezwungen. Denn beim Nichtbefolgen des Gesetzes sollen hohe Strafen drohen. Mit dem starken Rückgang der chinesischen Mining-Aktivitäten ist auch die Hashrate von Bitcoin rapide gesunken.

Quelle: Blockchain.com

Dieser Absturz wirkt sich vor allem auf die Geschwindigkeit der Transaktionsbestätigung aus. Was man nicht außer Acht lassen darf, ist die Sicherheit des Netzwerkes. Ein hohe Hashrate bedeutet hohe Sicherheit. Um die Kontrolle des Bitcoin-Netzwerkes zu erhalten, braucht man 51 % der Hashrate.

Die sind natürlich leichter und kostengünstiger zu bekommen, wenn die Hashrate niedrig ist. Eine niedrige Hashrate macht das Bitcoin-Netzwerk also anfälliger für Angriffe.

Und was ist mit der Mining Difficulty? Sinkt die Hashrate, kann man auch ein Absinken der Mining Difficulty erwarten. Ein sogenanntes „Difficulty Adjustment“ erfolgt immer nach 2016 Blocks. Experten erwarten bei der nächsten Anpassung eine Verringerung der Difficulty um ungefähr 23 %.

Das wäre das größte „Difficulty Adjustment“, das das Netzwerk je gesehen hat. Es wird also einfacher, am Bitcoin-Mining-Prozess teilzunehmen, selbst wenn man technisch nicht so gut ausgestattet ist, wie die führenden Mining-Pools.

Wann endet der Fall der Bitcoin-Hashrate?

Mehrere Expertenstimmen behaupten, dass sich der Fall der BTC-Hashrate fortsetzen wird. Viele der chinesischen Miner suchen zurzeit nach neuen Plätzen für ihre Mining-Rigs. Auch wenn Länder wie El Salvador und Städte wie Miami Anreize für die Miner bieten, ist die Verlagerung keine leichte Aufgabe.

Tausende von ASICs müssen verschifft werden, elektrische Installationen müssen angepasst und überprüft werden. Außerdem ist es notwendig, verschiedene Genehmigungen einzuholen. Diese sind in jedem möglichen Zufluchtsort unterschiedlich. In den letzten Tagen haben sich vor allem Regionen in den USA als Mining-Paradies angepriesen.

Es besteht aber sehr wohl die Möglichkeit, dass das Mining-Equipment der chinesischen Miner dort überhaupt nicht zugelassen ist. Einfach, weil es die Anforderungen der westlichen Länder nicht erfüllt. Man darf also davon ausgehen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die chinesischen Miner ihren Betrieb an anderer Stelle wieder aufnehmen werden.

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