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NFT-Tickets: Eine neue Erfahrung für Künstler und Publikum?

12 % der befragten Konzert-Besucher geben an, schon einmal gefälschte Tickets gekauft zu haben. Die Ticketing-Branche ist also reif für Veränderungen, sagt Ryan Kenny, CEO von SeatlabNFT.

Während sich der Boom von NFT-Profilbildern legt, setzt sich allmählich ein besseres Verständnis für den potenziellen Nutzen von NFTs durch. Viele traditionelle Branchen können vom Einsatz der Blockchain-Technologie profitieren. Zu den Vorteilen dieser Technologie gehört unter anderem auch der Identitätsnachweis mithilfe von NFTs.

Der Nutzen von NFTs wird in verschiedenen Infrastruktur-Sektoren erforscht: Krankenakten und das Lieferkettenmanagement beginnen bereits, die Web3-Technologie zu übernehmen.

Auch in der Unterhaltungsbranche werden NFTs bereits eingesetzt, um das Erlebnis für Nutzer und Fans zu verbessern. So nutzen beispielsweise bekannte Festivals, Sportligen und einzelne Künstler die Web3-Technologie, um ihrem Publikum ein noch immersiveres Erlebnis zu bieten.

Ein kleiner, dennoch wichtiger Teilbereich der Live-Entertainment-Branche ist von der fortschreitenden Dezentralisierung des Internets besonders betroffen: das Ticketing für Live-Veranstaltungen.

Der kontrollierte Markt des Web2-Ticketing

Derzeit ist die Online-Ticketing-Branche rund 30 Milliarden US-Dollar wert und eine winzige Handvoll Unternehmen besitzt einen extrem dominanten Marktanteil. Eine solche Kontrolle des Marktes ist problematisch und die Unzufriedenheit der Live-Event-Community mit den bestehenden Ticketing-Plattformen wächst.

Es häufen sich die Geschichten von Shows, die innerhalb von Sekunden ausverkauft sind und Minuten später auf dem Zweitmarktplatz der Ticketing-Anbieter zu Wucherpreisen wieder auftauchen. Enttäuschte Fans haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie keine Tickets für beliebte Shows mehr kaufen können. 

Die großen Ticketing-Anbieter unternehmen anscheinend nicht viel, um dieses Problem zu lösen. Viele scheinen durch ihre Gebührenstruktur sogar vom Ticket-Weiterverkauf zu profitieren.

NFT-Tickets und Weiterverkäufe

Legitime Zweitverkäufe von Eintrittskarten sind nicht das Problem. Pläne ändern sich, Babysitter sagen ab und Leute werden krank. Ein Sekundärmarkt für Tickets bietet eine Plattform für jene, die nicht mehr am Event teilnehmen können und jene, die den Ticketverkauf verpasst haben.

Jedoch bekommt die Sache noch einen bitteren Beigeschmack. Vertreter von Unternehmen wie Ticketmaster erklärten vor laufender Kamera, dass sie keine Maßnahmen gegen den kommerziellen Weiterverkauf von Tickets ergreifen wollen. Laut diesen Vertretern hat das Unternehmen kein Interesse an der Überwachung der zahlreichen Konten und Bots der Schwarzhändler.

Vor 10 Jahren begründeten Ticketmaster und Live Nation das Monopol der Branche mit ihrer Fusion. Seitdem haben die Probleme mit dem Konzern erheblich zugenommen. John Oliver von HBO, einem US-amerikanischen TV-Anbieter, hat kürzlich in seiner Sendung Last Week Tonight über die Praktiken von Ticketmaster berichtet. Den wachsenden Unmut über die unmoralischen, fragwürdigen und sogar illegalen Taktiken der größten Ticketverkaufs-Plattform brachte er deutlich zum Ausdruck gebracht.

Jedoch nutzt Ticketmaster nicht als einziger Anbieter zwielichtige Taktiken. Etwa 12 % der Befragten gaben an, schon einmal ein gefälschtes Ticket gekauft zu haben. Offensichtlich wird wenig getan, um den Verbrauchern zu helfen. Darüber hinaus bietet der Verkauf von Veranstaltungstickets nach wie vor keinen Mehrwert für Kunden. Viele Leute sind der Meinung, dass die Branche reif für eine Veränderung sei.

Ein Bild von BeInCrypto.com

NFT-Tickets: Die Web3-Lösung

Mit Blockchain und Web3 haben wir die Möglichkeit, den Fokus des Event-Ticketing von Profit, Bots und Weiterverkäufern auf diejenigen zu verlagern, die Live-Events möglich machen. Der transparente Datenspeicher der Blockchain ermöglicht einen beispiellosen Zugriff auf den Verkaufsweg eines NFT-Tickets. Künstler und Veranstalter können so ihre wahren Fans von profitorientierten Weiterverkäufern unterscheiden.

Das Minten von NFT-Tickets schließt Betrug aus und über die Verwendung von Smart Contracts können Abgaben für den Ticket-Zweitverkauf festgelegt werden. Diese Abgaben reduzieren die Möglichkeiten für Weiterverkäufer, Gewinne zu erzielen, drastisch.

Darüber hinaus können Künstler ihre treuen Fans mit Vergünstigungen und Airdrops belohnen. Diese Vorteile haben sich bereits bewährt und verbessern das gesamte Erlebnis für das Publikum von Live-Veranstaltungen.

SeatlabNFT ist bereit, nach langer Zeit eine Veränderung in dieser Branche zu bewirken. Nachdem ich viele Jahre im Bereich Live-Events gearbeitet habe, kam ich zu dem Schluss, dass Ticketing-Plattformen den Menschen in der Live-Event-Branche mehr dienen sollten. Ich glaube, dass die Web3-Technologie diesen Wandel herbeiführen kann. Wir können eine engere Beziehung zwischen Fans und Künstlern herstellen, Loyalität belohnen und etwas gegen den Schwarzhandel tun.

Über den Autor

Ryan Kenny ist CEO von SeatlabNFT (einer NFT-Ticketing-Lösung auf der kohlenstoffneutralen NEAR-Blockchain) und Geschäftsführer von Seatlab, einer Lösung zur Monetarisierung von Ticketing-Ökosystemen. Zuvor war er Geschäftsführer von OneCrypto, einem der ersten britischen Informationszentren für das Mining von Kryptowährungen. Ryan ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Blockchain und konzentriert sich darauf, die Technologie zu nutzen, um sicherzustellen, dass die Ticketing-Branche ein fairer Ort für Künstler, Promoter und Besucher ist.

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