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Krypto Adoption: Coinbase schätzt 1 Milliarde Nutzer bis 2025

Die Krypto-Adoption schreitet von Tag zu Tag voran. Coinbase prognostiziert bis 2025 sogar 1 Milliarde Krypto-Nutzer. Du fragst dich, wie das möglich sein soll?

Einige Reports deuten auf eine massive Krypto-Adoption binnen kürzester Zeit hin. So waren es laut Coinbase Ende des Jahres 2021 insgesamt circa 250 Millionen Kryptouser. Diese sollen aber bis 2025 auf 1 Milliarde klettern!

Crypto.com geht von ähnlichen Wachstumsraten wie im Jahr 2021 aus und kommt zum Schluss, dass es bereits 2022 1 Milliarde Nutzer sein werden. Spannend ist vor allem der Vergleich mit den Internet-Userzahlen in den 90er Jahren. Welche Faktoren verhelfen uns zu einer möglichst schnellen Kryptoadoption? Wie kommen wir auf eine Milliarde Nutzer?

“Die Einstiegshürde, um Krypto zu kaufen, ist bereits relativ klein.”

Wir haben uns zu diesen Fragen mit Philipp Sandner eine Expertenmeinung eingeholt. Seiner Meinung nach ist der Einstieg in Krypto bereits relativ einfach.

“Die Bison-App der Börse Stuttgart beispielsweise ermöglicht einen guten Zugang. In etwa 10 Minuten hat man dort einen Account angelegt und kann sich Kryptowährungen kaufen.”

Er sieht das Problem eher darin, dass es so viele verschiedene Kryptowährungen gibt. Interessierte müssen irgendwo anfangen, sehen aber oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dass es mit DeFi, NFTs und Stablecoins so viele verschiedenen Bereiche gibt, macht es nicht besser. Seiner Meinung nach ist es am besten, von einem Punkt, z.B. Bitcoin, zum nächsten zu gehen. “Interessierte sollen einfach mal Bitcoin auf Wikipedia suchen und sich damit befassen”, so Sandner. Es gäbe so viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Bücher, YouTube-Videos und Artikel sind eine gute Quelle, um sich Wissen anzueignen.

Die Einstiegshürden stellen also laut der Expertenmeinung kein Problem dar. Philipp Sandner sieht eher die Wissenslücke als mögliches Problem.

Von El Salvador bis Russland: Regulierungen spielen für Anfänger eine Rolle

El Salvador erkannte letztes Jahr als erster Staat weltweit Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel an. Im positiven Sinne werden dort Private als auch Institutionen gezwungen BTC-Zahlungen entgegenzunehmen. Von anderen inflationären Ländern, wie Argentinien oder Brasilien wird erwartet, dass Bitcoin eines Tages gesetzliches Zahlungsmittel sein könnte. Die Schweizer Stadt Lugano akzeptiert z.B. bereits Steuerzahlungen in Kryptowährungen.

Dies wirkt sich auch positiv auf die User-Zahlen aus. Je mehr Staaten Bitcoin und generell Krypto akzeptieren, desto mehr Menschen fallen in der Statistik unter “Nutzer”. Im weiteren Sinne gehören Zahlungsmittel auch zum Thema Regulierungen. Gesetzliche Zahlungsmittel sind ebenso eine Art von Regulierung, wie z.B. die EU-Regelungen zur Geldwäsche. Und Regulierungen können für neue User eine bedeutende Hürde darstellen.

Regulierung, Kryptowährungen, EU
Regulierung, Kryptowährungen, EU

Durch zu große Hürden, wie die womöglich kommende KYC-Regelung in der EU, können Newbies schnell abgeschreckt werden. Du selbst hattest sicherlich schon einmal die Situation, dass dich ein Freund gefragt hat, ob nicht eine kommende Regulierung Krypto den Gar aus machen könnte?

Neuen Usern unnötig Steine in den Weg zu werfen, wollen wir der EU aber nicht unterstellen. Die EU wird ja wohl nicht die Interessen einiger weniger, über die der Kryptocommunity stellen wollen? Das würde ja nur passieren, wenn einige wenige Leute davon profitieren?

Bitcoin, Ethereum und Dogecoin – Was haben sie gemeinsam?

Eines haben die drei oben genannten Kryptowährungen gemeinsam: Volatilität. Diese lässt sich zumindest bei einer Monatschart-Betrachtung nicht abstreiten. Preisschwankungen von 10 bis 20 Prozent pro Tag können vorkommen. Jedoch liegt dies hauptsächlich daran, dass noch relativ wenig Kapital in den einzelnen Assets steckt. Der Markt ist noch nicht effizient und reagiert viel empfindlicher auf Nachfrage- als auch auf Angebotsseite.

Quelle: buybitcoinworldwide.com

Allerdings ist anhand der Grafik bereits jetzt zu erkennen, dass die Volatilität über die Jahre abgenommen hat. Verantwortlich dafür ist einerseits der Zugang der breiteren Maße als auch der institutionellen Investoren zu Bitcoin. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

Übrigens: Bitcoin, Ethereum und Dogecoin haben laut Finder noch etwas gemeinsam. Sie waren im Dezember 2021 die drei populärsten Kryptowährungen bei einer in der USA durchgeführten Befragung. Jeder zweite Kryptouser hält dieser Studie entsprechend Bitcoin!

Zu guter Letzt sei noch der Punkt des vertraglichen Zahlungsmittels Bitcoin/Krypto erwähnt. Genauso wie das gesetzliche Zahlungsmittel in El Salvador, wird die Akzeptanz bei normalen Geschäften eine Rolle spielen. Je höher diese ist, desto niedriger wird wiederum die Volatilität sein, weil ja mehr Menschen Krypto im täglichen Bedarf nutzen.

Zur Frage, ob Kryptowährungen den Euro in Zukunft ablösen könnten, hatte Philipp Sandner eine klare Meinung:

“Es kommt natürlich darauf an, wer mein Gesprächspartner ist. Für einen El Salvadorianer ist Bitcoin bereits ein Zahlungsmittel. In Europa wird es aber immer der Euro bleiben. Es ist unmöglich, einem Land wie Deutschland über Nacht seine Währung wegzunehmen.”

Nichtsdestotrotz will er junge Talente dazu motivieren, sich mit Krypto auseinander zu setzen:

“Drück einfach die Enter-Taste (bei der Recherche zu Krypto). Es eröffnet sich eine komplett neue Welt für dich. Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten für jene, die bereit sind, Zeit gegen Wissen auszutauschen.”

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